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W.A.S.P.: Interview mit Blackie (на немецк.)

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СообщениеДобавлено: 13 май 2014, 11:02 
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W.A.S.P.: Interview mit Blackie (на немецк.)


Es gibt Musiker und es gibt Vollprofis. Zu letzteren gehört W.A.S.P. Mastermind und ShockRock-Ikone Blackie Lawless. Trotz einer starken Erkältung, die ihn eine Woche lang ans Bett gefesselt hatte und des geplatzten ursprünglich angesetzten Interviewtermins, rief mich der gute Mann pünktlich zum vereinbarten neuen Termin, dem Vormittag des siebzehnten März, an und stand mir trotz seines nach wie vor angegriffenen Gesundheitszustands Rede und Antwort; und das ungeachtet der Hunderten von Interviews, die er in den vorangegangenen Wochen hatte geben müssen.

Rainer: Danke für Deinen Anruf. Leider habe ich die die Promo zur neuen Scheibe, "Unholy Terror", nicht -wie vom Label zugesagt- rechtzeitig bekommen. Von daher verfüge ich nur über sehr spärliche Informationen. Aber wir werden das Kind schon schaukeln, hoffe ich.
Nun, fangen wir mit den Standardfragen an. Wie würdest Du selber "Unholy Terror" beschreiben und wo liegen die hauptsächlichen Unterschiede zum Vorgänger, "Helldorado"?

Blackie: Naja, wenn man mitten in der Produktion steckt, bekommt man das selber gar nicht so mit. Aber ich würde sagen, daß "Unholy Terror" eine Mischung aus allen älteren W.A.S.P.-Scheiben bis einschließlich "The Crimson Idol" (Konzeptalbum aus dem Jahre 1992, zweifellos die beste W.A.S.P:-Platte überhaupt - Anm. d. Verf.) ist.

Rainer: Und wo siehst Du die Unterschiede zum Vorgänger?

Blackie: Kann ich jetzt noch gar nicht sagen, da muß ich erst ein bischen Abstand gewinnen.

Rainer: Wie sieht es mit den Lyrics aus? Laut Eurer Plattenfirma sind sie "äusserst provokativ" und auch die Songtitel sind vielversprechend; mit welchen Themen hast Du Dich also auf der neuen Platte beschäftigt?

Blackie: Religion und Politik.

Rainer: Wie vorher auch schon, also.

Blackie: Naja, bedingt. Politik hat in meinen Texten immer schon eine Rolle gespielt, Religion bis dato kaum.
Ich muß dazu sagen, daß ich über einen sehr religiösen Background verfüge; ich wurde streng christlich erzogen und war zum Beispiel bis zu meinem 18.Geburtstag jeden Sontag in der Kirche.
Ich möchte Religion per se nicht verdammen; nur organisierte Religion, die ist mir ein Dorn im Auge. Wann immer man sich von Anderen eintrichtern lassen muß, was man zu glauben hat, ist das grundverkehrt. Man muß die Möglichkeit haben, seinen eigenen Glauben, seine eigene Auslegung der Religion zu finden.
Schau, ich kenne mich sehr gut mit der Bibel aus. Aber wo bitte steht da geschrieben, daß man zum Beispiel freitags kein Fleisch essen darf?

Rainer: Ich vermute mal, Du hast das Album wieder selber produziert...

Blackie: [unterbricht ganz lakonisch] Ja.

Rainer: ... bist Du denn rundum zufrieden damit? Mit dem Sound, mit allen Details?

Blackie: [völlig verduzt] Was? Zufrieden? Ich? Niemals!!!
Ich meine, ich habe jetzt 14 Monate im Studio an der neuen Scheibe gebastelt, habe mich selbst auf winzigste Details in ewiger Kleinarbeit konzentriert, aber trotzdem gibt es auf der Platte vieles, was mir nicht paßt.
Sicher, die meisten Leute würden die Fehler und Unzulänglichkeiten nicht finden. Wenn ich jemand Anderem "Unholy Terror" vorspiele, wird er nichts davon merken. Aber ich selber weiß, was ich noch besser hätte machen können.

Rainer: Du arbeitest ja immer noch mit Chris Holmes (langjähriger Gitarrist - Anm. d. Verf.) zusammen. Wie haltet es Ihr beiden noch miteinander aus? Schließlich hast Du mal gesagt, Ihr zwei wärt die verrücktesten Menschen, die Du überhaupt kennen würdest.

Blackie: [grübelt] Ich habe offen gestanden keine Ahnung.

Rainer: [scherzt] Vielleicht ist es die streng christliche Erziehung, die Euch beide verbindet. Immerhin ist Holmes bei Mormonen aufgewachsen.

Blackie: [lacht] Ich glaube nicht, daß es daran liegt.

Rainer: Wie sieht es denn mit Tourplänen aus? Gibt es in der Beziehung schon etwas zu vermelden und werden wir Euch in absehbarer Zeit auch in Europa erleben dürfen?

Blackie: Nun, wir stehen in Verhandlungen mit einigen großen europäischen Festivals, auf denen wir heuer zu sehen sein werden.

Rainer: Ist da schon irgendwas spruchreif?

Blackie: Darüber kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Erst dann, wenn die Sache definitiv bestätigt ist.

Rainer: Klar, das verstehe ich. Bleiben wir beim Thema Tourneen. Ihr wart ja schon mit Unmengen von Bands on the road; gibt es denn irgendwelche Gruppen, mit denen Du gerne eines Tages touren würdest?

Blackie: [denkt lange nach] Hm. Eigentlich nicht. Nein. Da drängt sich jetzt so spontan nichts auf.

Rainer: Wo siehst Du denn die Unterschiede zwischen Shows in Nordamerika und solchen in Europa?

Blackie: Da gibt es meinens Erachtens überhaupt keine Unterschiede mehr. Das ist ein Resultat der Medienüberflutung; Musiksender, Internet usw. haben dafür gesorgt, daß die Fans in aller Welt nahezu identisch auf die Shows reagieren (Diese Auffassung teile ich zwar nicht so ganz, aber im Kern liegt der gute Mann sicher nicht verkehrt - Anm. d. Verf.).

Rainer: Als W.A.S.P. seinerzeit begonnen haben, nutzten nur sehr wenige Bands all die Horrorelemente, all das blood & gore, auf der Bühne. Später haben das eine Menge Gruppen kopiert und heute sind neben Euch nur noch wenige Acts übrig geblieben, die das nach wie vor tun. Welche Bedeutung haben denn all die Schockeffekte für Dich und was willst Du damit erreichen?

Blackie: Ich würde es nicht als "Schockeffekte" bezeichnen. Ich meine, das ist zum Einen Unterhaltung, zum Anderen eine Form der künstlerischen Freiheit. Wichtig ist nur, daß man einen gewissen Sinn dahinter erkennen kann, daß die Showelemente nicht zum puren Selbstzweck verkommen. Klar könnte man zum Beispiel ein Pferd auf die Bühne bringen und ihm das Gehirn rauspusten, aber was soll das bewirken (Eine ziemliche Sauerei vermutlich - Anm. d. Verf.)?

Rainer: Kannst Du uns schon etwas über Eure Show auf den kommenden Konzerten verraten?

Blackie: Darüber möchte ich mich noch in Schweigen hüllen.

Rainer: Absolut verständlich.
[scherzt] Ihr werdet auf jeden Fall keinen menschlichen Kopf verwenden, den Ihr aus einem Müllcontainer gefischt habt?
(Auf der "The Crimson Idol"-Tour hatte ein Crewmitglied einen abgetrennten menschlichen Kopf in einem Müllcontainer gefunden, woraufhin Blackie scherzhaft vorgeschlagen hatte, diesen auf der Bühne zu verwenden -Anm. d. Verf.)

Blackie: [halb genervt, halb peinlich berührt] Auweia, der alte Joke schon wieder. Hätte ich das nur nie gesagt, das wird zunehmend gegen mich verwendet.

Rainer: Diese Frage ist definitiv nicht respektlos gemeint, sondern eher als Ausdruck meiner Bewunderung: was bringt einen Mann jenseits der 40 dazu, nach wie vor solche auf Provokation ausgerichtete Musik und Texte zu machen und weiterhin so drastische stage shows aufzufahren?

Blackie: Ich habe der Welt eben immer noch etwas mitzuteilen. Und die Methode, dies zu tun, ist eben nach wie vor die Provokation. Das ist mein künstlerisches Selbstverständnis, wir bleiben eben Rebellen.

Rainer: In den 80ern hattet Ihr einen Haufen Probleme mit der PMRC und den "Washington Wives" (Für die jüngeren Metaller: die PMRC war eine Organisation, die eine staatliche Zensur erreichen wollte; die "Washington Wives" ein Zusammenschluß der Ehefrauen von prüden Hinterwäldler-Politikern- vornehmlich religiös verwirrte, bigotte Südstaatentölpel- die u.A. zum Boykott vieler Bands aufriefen. Beide schossen sich auf W.A.S.P. ein und warfen der Band bei jeder Gelegenheit Knüppel zwischen die Beine, nachdem Lawless sie scharf kritisiert hatte). Wenn Du daran zurückdenkst, war das nicht auch gute Promotion oder unter Umständen sogar ein Spaß?

Blackie: Nun ja, was die Promotion angeht, wir waren schon sehr erfoglreich, BEVOR diese leidige Geschichte angefangen hat. Das hat sich also eher nachteilig ausgewirkt.
Und spaßig war das Alles auf keinen Fall! Wir mußten Shows wegen Bombendrohungen absagen oder abbrechen, ich habe jede Menge Morddrohungen erhalten, man hat drei mal auf mich geschossen. Das war absolut heavy! Diese ganze Scheiße hat unser aller Leben verändert, hat uns über Jahre hinweg begleitet und dabei jede Menge Probleme aller Art bereitet, auch psychisch. Wir alle würden heute viel glücklicher leben, wenn das Alles nie passiert wäre (an dieser Stelle sollte auch jüngeren Metallern klar werden, welche Bedeutung diese Band in den 80ern hatte! - Anm. d. Verf.).

Rainer: Bist sicherlich froh, daß das Alles vorbei ist.

Blackie: Das wird nie vorbei sein. Wir haben uns dieses Problem nicht ausgesucht, ES hat sich UNS ausgesucht. Der ganze Trubel darum hat unser aller Leben grundlegend verändert und die Erinnerung daran wird uns unser Leben lang begleiten, das hat sich Alles förmlich eingebrannt.

Rainer: Gehen wir nochmal auf Eure neue Scheibe ein: Du hast ja oft Neues ausprobiert, wie zum Beispiel mit "The Headless Children" oder "Kill Fuck Die", trotzdem hatte jede Platte einen unverwechselbaren W.A.S.P.-Carakter, hast Du den typischen W.A.S.P.-Sound immer beibehalten. Was ist denn das Geheimnis dabei, seine eigene musikalische Identität stets aufrecht zu erhalten und was sind die Schlüsselelemente im Sound von W.A.S.P.

Blackie: [denkt lange nach] Das ist eine gute Frage. Offen gestanden weiß ich das selber nicht. Ich habe zum Beispiel mit "Kill Fuck Die" versucht, ein völlig anderes Album zu machen. Aber das Endergebnis hat sich doch wieder total nach W.A.S.P. angehört. Worran das liegt, kann ich Dir beim besten Willen nicht sagen.

Rainer: Was hältst Du denn von Bands, die ihren Stilrichtung komplett umkrempeln und das ihren Fans dann als "Weiterentwicklung" verkaufen wollen, obwohl sie nur noch Müll veröffentlichen? Wir wissen ja beide, wovon wir reden...

Blackie: Grundsätzlich sehe ich das nicht so negativ. Es gibt meines Erachtens zwei Gründe dafür, wenn Bands ihre Musik zu ändern. Zum Einen kann es schlicht und ergreifend sein, daß ihnen ihr bisheriger Sound nichts mehr gibt.
Zum Anderen entwckelt man sich eben über die Erfahrung im Musikbusinnes sowohl als Musiker, Songwriter usw. als auch als Mensch weiter und möchte dann etwas Neues probieren.
Wenn dem nicht so wäre, würden zum Beispiel THE BEATLES immer noch "She loves me, yeah, yeah, yeah!" grölen und es hätte nie eine Platte wie "Sgt. Pepper" gegeben (Da hat der gute Blackie sicherlich recht. Aber ein bischen hätte er METALLICA und Konsorten ja schon dissen können *g* - Anm. d. Verf.).

Rainer: Ihr habt eine ganze Menge exzellenter Coverversionen gemacht, wie zum Beispiel "Easy Livin´" (im Original von URIAH HEEP; auf "Inside The Electric Circus"), "The Real Me" (im Original von THE WHO; auf "The Headless Children") oder "Locomotive Breath" (im Original von JETHRO TULL; auf der "Mean Man"-Maxi). Habt Ihr denn jemals mit dem Gedanken gespielt, ein ganzes Album mit Coversongs zu machen?

Blackie: Hey, gute Frage! Mit dieser Idee haben wir uns nämlich tatsächlich eine ganze Zeit lang beschäftigt, aber wir haben sie nie in die Tat umgesetzt. Und spätestens, als METALLICA vor ein paar Jahren so ein Album herausgebrachten, haben wir die Idee dann endgültig verworfen (Gemeint ist die Do-CD "Garage Inc.", auf der eine Menge alte -z.B. die komplette "Garage Days Re-Visited"-EP von 1986- und einige neue Coverversionen enthalten waren - Anm. d. Verf.).

Rainer: Bleiben wir beim Thema Coverversionen. Was würdest Du denn von einem W.A.S.P-Tribute Album halten und welche Songs, welche Bands sollten darauf enthalten sein?

Blackie: Das ist sicher eine gute Idee. Und wie es der Zufall so will, wird so ein Tribute Album demnächst in den USA und sicher bald auch weltweit erscheinen. Allerdings habe ich es selber noch nicht gehört, weil ich zu sehr mit den Aufnahmen zu "Unholy Terror" beschäftigt war. Von daher kann ich Dir nichts Näheres erzählen. Aber die Idee per se finde ich wirklich gut.

Rainer: Hast Du denn nach all den Jahren und den vielen Platten noch eine Art von musikalischer Vision, die Du gerne verwirklichen würdest; Ideen, die Du gerne einmal umsetzen würdest?

Blackie: Jede Menge sogar, aber das wird die Welt nie zu Gehör bekommen. Alles, was ich veröffentliche, muß wirklich hundertprozentig zu W.A.S.P. passen; wenn Du bloß über für Deine Musik untypische Elemente nachdenkst, dann wirst Du schon unterbewußt beeinflußt. Solange ich in mit dem Songwriting oder den Aufnahmen zu einem neuen Album beschäftigt bin, verschwende ich keinen einzigen Gedanken daran, welche Experimente ich einmal machen könnte.
Was Anderes ist es, wenn ich für mich ganz privat ein par Sachen aufnehme (Blackie besitzt ein eigenes Studio namens Fort Apache - Anm. d. Verf.).

Rainer: Als Du Deine Karriere seinerzeit begonnen hast, welche Künstler haben Dich denn da am meisten beeinflußt?

Blackie: [überlegt wieder lange] Hm, meine erste Metalband waren STEPPENWOLF. Die haben wohl den größten Einfluß auf mich und meine Musik gehabt und ich verehre sie heute noch.

Rainer: Gibt es denn auch heute noch Künstler, die Du bewunderst?

Blackie: Aber sicher doch, Hunderte!

Rainer: Zum Beispiel?

Blackie: Eric Clapton. B.B. King.

Rainer: In einem Interview zum "Kill Fuck Die"-Album hast Du mal gesagt, daß Du während der Aufnahmen zu einem neuen Album nie irgendwelche Musik hörst, weil Du Dich nicht davon beeinflussen lassen möchtest. Damals hattest Du auch angegeben, generell keine Zeit mehr zum Musikhören zu haben. Wie sieht es denn heutzutage damit aus?

Blackie: Während der Aufnahmen zu einer Platte beschäftige ich mich ausschließlich mit meiner eigenen Musik, das stimmt. Ich habe jetzt 14 Monate lang täglich 10 - 12 Stunden im Studio verbracht und das Letzte, was ich dann zuhause noch machen möchte, ist, mich mit Musik zu beschäftigen. Und auch nach Beendigung der Aufnahmen habe ich einfach keine Zeit dafür. Morgen sind es 5 Wochen, daß "Unholy Terror" im Kasten ist, und seitdem habe ich mir rund um die Uhr mit Promotionsarbeit für die Scheibe beschäftigt, habe Unmengen von Interviews gegeben. Ich bin echt nicht auf dem Laufenden, was neue Mucke betrifft.

Rainer: Das beantwortet auch schon meine nächste Frage, nämlich was Du von all den Genres hältst, die in den letzten Jahren so stark an Popularität gewonnen haben, also zum Beispiel Death Metal, Black Metal oder New Metal.

Blackie: Ich habe seit zehn Jahren keine Zeit mehr gehabt, mich mit der Musik Anderer zu beschäftigen.
[lacht] Ich bin also die letzte Person, die Du zu diesem Thema fragen solltest.

Rainer: [lacht] Dann brauch ich Dich auch gar nicht zu fragen, was sich Deiner Meinung nach am Metal geändert hat, seit Du seinerzeit damit angefangen hast...

Blackie: [lacht sich schlapp] Nein, wirklich nicht. Ich hab absolut keine Ahnung.

Rainer: Wenn Du die Zeit zurückdrehen könntest, was würdest Du denn heute anders machen als in der Vergangenheit.

Blackie: [feixt] Ich würde in Microsoft-Aktien investieren. Du hast mich nicht nach W.A.S.P. gefragt.

Rainer: Okay, ich formulier die Frage um: was würdest Du anders machen, soweit es W.A.S.P. betrifft?

Blackie: [schelmisch] Ich würde die ganze W.A.S.P.-Kohle nehmen und Microsoft-Aktien dafür kaufen.

Rainer: [lacht] Okay, ich gebe auf.
Nächste Frage: als erwachsener, reifer Mensch hast Du sicher schon gewisse Vorstellungen von Deiner Zukunft. Wo siehst Du Dich selber denn in 10 oder 20 Jahren?

Blackie: Ich habe gelernt, daß sich so etwas nicht vorhersehen lässt. Sicher, mein Lebensmittelpunkt hat sich etwas verschoben, ich bin natürlich mit dem Alter ein klein bischen ruhiger geworden. Aber man weißt nie, was Einen am nächsten Tag erwartet, man kann immer nur einen Schritt nach dem anderen machen.
Ich sag Dir was: die erste W.A.S.P.-Scheibe war vor 17 Jahren, seitdem waren wir im Dauerstreß zwischen Bühne und Studio. Wenn mich vor damals Jemand gefragt hätte, welche "Lebensdauer" ich mir für W.A.S.P. wünsche, wäre ich schon mit 17 Monaten glücklich gewesen.
Aber jetzt sind es eben 17 Jahre geworden und ich habe die ganze Studioarbeit mehr und mehr hassen gelernt. Ich schaudere bei dem Gedanken, für die Aufnahmen zur nächsten Platte wieder über ein Jahr im Studio verbringen zu müssen.
Also ganz unter uns (DAS bleibt natürlich nicht unter uns *g* - Anm . Verf.), ich frage mich, wie lange ich mir diesen ganzen Streß noch antun will. Vielleicht nur noch ein paar Jahre und dann ist Schluß.

Rainer: Du hattest in der Vergangenheit öfters gesagt, daß Du mal Politiker werden möchtest. Aber das kannst Du vermutlich zum jetztigen Zeitpunkt auch nicht sagen, oder?

Blackie: Nein, wie schon gesagt: ich konzentriere mich nach wie vor ausschließlich auf meine Musik und reflektiere über nichts Anderes als uns und unsere Arbeit als Musiker. Ich denke nicht an die Zukunft.

Rainer: Das laß´ ich gelten.
Eine Frage aus persönlichem Interesse heraus. Wieviele Einheiten habt Ihr denn von "Helldorado" absetzen können, sowohl in den Staaten als auch weltweit; und wieviele Platten habt Ihr überhaupt bisher verkauft?

Blackie: Davon habe ich überhaupt keine Ahnung. Ich habe mich bewußt nicht mit den Verkaufszahlen von "Helldorado" beschäftigt, als ich jetzt 14 Monate lang im Studio war. Wenn Du einen Gedanken daran verschwendest, wenn Du gar auf die Charts schaust, dann besteht die Gefahr, daß Du dadurch in Deiner Musik korrumpiert wirst.
Aber wir haben nächste Woche ein entsprechendes Meeting, dann wird man mir seitens der Plattenfirma schon ein paar Zahlen auf den Tisch legen.
Wie war der zweite Teil der Frage nochmal?

Rainer: Wieviele Platten Ihr insgesamt verkauft habt.

Blackie: Du meinst die weltweiten Verkaufszahlen von "Helldorado"?

Rainer: Nein, ich meine Alles.

Blackie: [überrascht] Wie, alle W.A.S.P.-Platten?

Rainer: Genau, alle!

Blackie: [grübelt] Hui, wieviele werden das gewesen sein...

Rainer: Nur so ungefähr, das reicht mir schon.

Blackie: Na, ich schätze mal so an die... hey, Moment! Warum willst Du das überhaupt wissen?

Rainer: Auf persönlichem Interesse.

Blackie: Hä?

Rainer: Ich stehe nun mal schon seit einer Ewigkeit auf W.A.S.P.; und bei Bands, die ich gerne mag, interessiert es mich eben auch, wieviele Platten sie verkaufen.

Blackie: Ach so. Na gut, das leuchtet ein. Okay, also ingesamt dürften es, die "Helldorado"-Scheibe nicht eingerechnet, so 11 bis 11,5 Millionen Platten gewesen sein.

Rainer: Freut mich sehr zu hören.
Andere Frage, wir sind ein reines Online Magazin. Was hältst Du denn vom Internet und von dieser leidigen Napster-Geschichte?

Blackie: Also, das Internet an sich ist eine großartige Sache! Und was den Napster angeht, so war der ursprünglich eine wirklich coole Idee. Jedenfalls, solange die Leute noch untereinander ihre files ausgetauscht haben. Als allerdigns die Betreiber auf die saublöde Idee gekommen sind, damit Geld verdienen zu wollen, hat es die ganze Sache versaut.

Rainer: Tja, das war es dann auch schon. Gibt es zum Abschluß noch irgendetwas, das Du ganz persönlich an unsere Leser richten möchtest?

Blackie: [überlegt wieder eine ganze Weile] Nein, Du hast mich schon sehr viel gefragt, da fällt mir jetzt wirklich nichts mehr ein. Das waren schließlich ganz schön tiefschürfende Fragen. Hast Du gut gemacht!

Rainer: [hocherfreut] Danke sehr!

Blackie: Ich danke Dir für das Interview.

Rainer: Ich habe zu danken und wünsche Dir gute Genesung sowie Alles Gute für die Zukunft.

Blackie: Nochmals Danke.

_________________
...Лучше обезуметь от счастья, чем от неудач, лучше неуклюже танцевать, чем ходить, прихрамывая.


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